#125Years - Technik und Innovation von P&C
Könnt ihr euch vorstellen, dass unsere tägliche Arbeit einmal komplett ohne Computer, Smartphones und digitale Prozesse ausgekommen ist? Heute ist es für uns alle selbstverständlich, dass Technologie unseren gesamten Arbeitsalltag begleitet und unterstützt. Doch der Weg dorthin war eine spannende Entwicklung voller Innovationen und Zwischenstationen. Zum125-jährigen Jubiläum von P&C Düsseldorf werfen wir einen Blick zurück auf die technischen Meilensteine bei Peek & Cloppenburg und zeigen euch wichtige Entwicklungsschritte, die uns von den analogen Anfängen bis zu unserer heutigen, vollständig vernetzten und digitalen Handels- und Arbeitswelt geführt haben.
Kleine Zeitreise - 5 Storys aus der analogen P&C-Welt
Gehaltsabrechnung: Vom „Ratsch“ zum „Klick“
FRÜHER: Einmal im Monat verwandelte sich unsere Hausdruckerei in eine geheime Mission: Die Gehaltsabrechnungen wurden gedruckt! Nach dem Vorbild von Bank-PIN-Briefen verdeckte ein wildes Chaos-Muster auf der Außenseite jeden Blick. Erst der berühmte „Ratsch“ entlang der Perforation gab die Gehaltsdaten im Inneren frei. Als die interne Hauspost-Verteilung abgeschafft wurde, landeten die Briefe ganz klassisch und unverschlüsselt im heimischen Briefkasten – bereit zum Lochen und Abheften.
HEUTE: Eure Gehaltsabrechnung ladet ihr euch mit wenigen Klicks einfach im Mitarbeiterportal herunter. So sind die Dokumente jederzeit und sicher verfügbar, wir sparen Papier und Zeit.
Seite für Seite durch den Einkauf: Vom Listenberg zum digitalen System
FRÜHER: Ein einziges Dokument steuerte unseren gesamten Einkauf: die berühmte „Liste 532“. In Planungs-Meetings blätterten sich Einkaufsleiter und ihre Teams Seite für Seite durch die meterlangen Papierberge. Jede Entscheidung, jede Nachorder wurde direkt mit Bleistift oder Textmarker auf dem Papier festgehalten. Parallel dazu regelten riesige Stammartikellisten die Grundbestückung unserer Häuser. Diese Datenmengen waren so gewaltig, dass die Papierstapel nicht selten per Sackkarre oder auf schweren Listenwagen in die Büros gerollt werden mussten. Selbst die Stores erhielten ihre Auswertungen komplett gedruckt per Hauspost oder LKW-Logistik.
HEUTE: Unsere Sortiments- und Warenplanung läuft heute komplett digital, schlank und effizient. Einkaufsentscheidungen, Artikelinformationen und Planungsdaten stehen im System zur Verfügung und können direkt ausgewertet und weiterverarbeitet werden.
Vom Passbild und Upload: Die Recruiting-Zeitreise
FRÜHER: Eine eine Bewerbung bedeutete echten logistischen Aufwand: Kandidaten druckten Lebensläufe, kopierten Zeugnisse, gingen zum Fotografen und schickten die sorgfältig bestückte Mappe per Post los. Bei uns angekommen, stapelten sich die Schnellhefter in der HR Abteilung und den Fachbereichen. Jeder einzelne Schritt – vom Eingangsstempel über das händische Sortieren bis zur Einladung per Post oder E-Mail – war reine Handarbeit. Nach dem Prozess wurden die Mappen oft sogar physisch zurückgeschickt. Ein riesiger Papier-Marathon für beide Seiten.
HEUTE: Wer bei P&C arbeiten möchte, findet den Weg zu uns komplett digital über unser Bewerbungsportal. Hier werden alle Unterlagen hochgeladen, bei uns zentral erfasst und an die Fachbereiche weitergeleitet. Der gesamte Bewerbungsprozess – von der Sichtung bis zum Feedback – ist digital und datenschutzkonform organisiert.
Lagerverwaltung: Vom Suchspiel zur digitalen Wegeführung
FRÜHER: Manchmal begann der Arbeitstag mit einer großen Überraschung: Man wusste schlicht nicht, was gerade angeliefert worden war. Jeder Karton musste erst händisch geöffnet, geprüft und sortiert werden. Da die Lagerhaltung weniger standardisiert und waren und Warengruppen feste, starre Regalbereiche blockierten, stand ein einzelnes übrig gebliebenes Hemd oft allein in einem riesigen Fach. Mit Laufzetteln und Papierlisten in der Hand liefen die Kollegen durch die Gänge. Manchmal suchten sich die Abteilungsleiter ihre Ware selbst aus den Stapeln. Es war ein Alltag der extrem langen Wege – bei dem man am Ende aber trotzdem irgendwie ans Ziel kam.
HEUTE: Logistik und Lagerverwaltung laufen heute voll digitalisiert. Über eine systemgestützte Lagerhaltung weiß das System sekundengenau, wo welches Teil liegt. Es mag chaotisch aussehen, wenn T-Shirts, Pullover und Hemden bunt gemischt lagern, hat aber System. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bekommen auf ihrer digitalen Pickliste automatisch die effizienteste Wegeführung angezeigt.
"Gibt’s das auch in XL?" Vom Lager-Lauf zum Fashion Phone
FRÜHER: „Haben Sie das Hemd auch in XL?“ Früher startete mit dieser Frage eine echte Odyssee. Die frühen Computer-Bestände stimmten selten: Stand dort „verfügbar“, lag das Teil vielleicht in der Deko oder war reserviert. Also hieß es für das Team: Ab ins Lager, manuell suchen und hoffen. Richtig wild wurde es bei Rabattaktionen: Um Preise zu senken, rollten die Teams meterlange Kleiderständer ins Backoffice, die dort die Gänge meterweise blockierten, nur um jedes Teil einzeln am Festrechner einzuscannen.
HEUTE: Sucht ein Kunde eine Hemd in einer anderen Größe oder ein T-Shirt in einer dunkleren Farbe reicht ein Griff zum „Fashion Phone“. Das smarte Gerät zeigt den tatsächlich verfügbaren Bestand sofort und überall an.
Heute reicht ein Klick im System, um Bestände in Echtzeit abzurufen, Logistikprozesse zu steuern oder den Einkauf zu koordinieren. Kaum vorstellbar, wie früher der gesamte P&C-Alltag ohne all das rundlaufen musste! Umso schöner, dass wir auf 125 Jahre technische Innovationen und Meilensteine zurückblicken können. Wir sind gespannt, was die Zukunft mit sich bringt!


